Historie


Vor dem 16. Jahrhundert: die Anfänge der Rasse

historie1 Die ersten Schriften, die sich mit den Ürsprüngen der Rasse des Vogesenrindes befassen, reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück, wobei jedoch die Herkunft dieser Rasse Gegenstand mehrerer Hypothesen ist. Alle diese Hypothesen sagen ihr eine sehr frühe Niederlassung im Massiv nach.


Bestimmte Hypothesen über den Ursprung dieser Rasse werden aufgrund von Ähnlichkeiten des Fells aufgestellt, wobei die dominante autosomale Panaschierung "mit farbigen Flanken", die man im homozygoten Zustand bei der Rasse des Vogesenrindes verbunden mit der Farbe Schwarz, aber auch manchmal mit dem rezessiven Rotgen vorfindet, eine der bei der Rinderart am weitesten verbreiteten Farbmischungen ist. Alleine in Europa besitzen diese mehr als zwei Dutzend Rassen oder haben sie besessen.

Andere Hypothesen verfolgen die Herkunft der Rasse bis ins 6. und 7. Jahrhundert zurück, bis zu dem Zeitpunkt der alemannischen Einwanderungen, oder erklären wie Zundel, dass diese Rasse einheimisch sei und einen gemeinsamen Ursprung mit der bretonischen Rasse haben. Seine Meinung beruht auf der allgemeinen Gestalt des Tieres und insbesondere auf der Form seines Kopfes. Die tausenjährige Existens dieses Viehs im Land erklärt seines Erachtens seine unvergleichliche Anpassung und sein Überleben trotz schwieriger Bedingung.

Nach Sanson (1884) stammt die Rasse des Vogesenrindes aus einer Kreuzung zwischen Tierrassen der Niederlande und der Alpen, was der geografischen Lage ihres Territoriums nicht widersprechen würde.

Andere Autoren, wie Cornevin, behaupten, das sie von der Freiburger Kuh abstammt, deren Größe sich verringert hat, um sich an eine weniger nahrhaften Umgebung anzupassen. Lydtin betont die Besonderheit ihres Fells, das bei der Freiburger Kuh niemals auftritt, insbesondere die schwarzen "Sprenkelungen", die in den weißen Partien des Fells verstreut sind. Dieser Autor glaubt, dass diese Rasse bayrischen Ursprungs ist: Eine der Hypothesen ist die Ankunft von Kühen aus den skandinavischen Ländern. Es war nämlich während des Dreißigjährigen Krieges, als die ersten ursprünglichen Exemplare aus den Skandinavischen Ländern die Vogesen erreichten und von schwedischen Soldaten in das Tal der Bruche gebracht wurden. Sie fand einen ähnlichen Boden wie in Skaninavien vor und passte sich naturgemäß an das Granitmassiv und an das Klima der Vogesen an. Diese Rasse besiedelte allmählich das gesamte Massiv und passte sich perfekt an die schwierigen Bodenverhältnisse und das Agro-Klima dieser Region, deren Namen trägt, an.

Die wahrscheinlichchste Hypothese ist die der Verwandschaft er Rasse des Vogesenrindes mit der Rinderart des Jura, dessen Ursprungsregion den Süden und Osten einschließt, oder auch die Verwandschaft mit einem Vieh der Alpen, oder aber sogar mit beiden zugleich.



Das 16. Jahrhundert: die Kuh der Herzöge von Lothringen

Vor dem 16. Jahrhundert wollten alle Bergbewohner ihre Kühe auf den Hautes Chaumes weiden lassen. Dieser Wettbewerb zwischen 2 Hängen hat zu Titeln und Privilegien für den Zugang zu den Hautes Chaumes geführt. Diese wurden von den Steuerbehörden gegen die Zahlung einer Abgabe, halb in Form von Geld, halb in Form von Käse festgelegt. Diese Abgaben sollten dem Herzog von Lothringen oder den Damen des Domkapitels von Remiremont ausbezahlt werden.

Das Vieh der elsässischen Vogesen erwarb aufgrund der Herdenwanderung eine Überlegenheit gegenüber demjenigen des anderen Hanges, welches das ganze Jahr über im Stall gehalten wurde. Dank dieser Überlegenheit waren die Kühe der Chaumes in ganz Lothringen berühmt. Die Herzöge dieser Epoche wendeten bedeutende Summen auf, um sie zu erwerben. Sie ließen Vogesenrinder aus Münster kommen, um ihre „Menagerien“ (Tierschauen) in der Umgebung von Nancy damit auszustatten.

Die Abhängigkeit vom Weideland ist nicht der einzige Grund für die Verbesserung dieser Tiere: im Jahr 1580, zur Zeit des Abschlusses des Pachtvertrags der „Großen Weide“, kauften Einwohner von Gérardmer Milchkühe in der Schweiz, gefolgt von anderen in den Jahren 1608 und 1636. Es gibt Hinweise darauf, dass diese Tiere mit der lokalen Rasse gekreuzt worden sind, was die Merkmale erklären würde, die einige Rinder aus dem  Münstertal hatten, insbesondere ihren konvexen Profilumriss.



Das 17. Jahrhundert: erste Schwierigkeiten für die Rinderrasse

Nach den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges wurden die Freiburger und die Simmentaler Kuh zur Verstärkung gerufen, um den vogesischen Viehbestand wiederherzustellen. Mit diesen Rassen begann die Uneinheitlichkeit der Rasse des Vogesenrindes im Massiv. Die ausgeführten Kreuzungen führten in bestimmten Fällen zu einer Degeneration der Rasse.



Das 19. Jahrhundert: zwischen Wiedergeburt und Abkehr

Die Wiedergeburt dieser Rinderrasse fand ab 1830 dank der Bemühungen eines spinalischen Züchters (Evon) statt und wurde von zahlreichen Tierärzten unterstützt. Dieser Züchter kämpfte gegen die Einfuhr von Tieren schweizerischen Ursprungs, indem er auf die Degeneration der Rasse hinwies. Drei Tierärzte: Hubert Mathieu, Levesque und Lapicque verurteilten die Praxis der Kreuzung und setzten sich für die Erhaltung und Verbesserung der vogesischen Rinderrasse durch Selektion ein. Diese Wiederbelebung führte im Jahr 1863 zur Definition eines Rassenstandards. Ab 1864 wurde das Vogesenrind offiziell in den regionalen Wettbewerben vorgestellt.
Die Bewegung zur Verbesserung der Rasse des Vogesenrindes begann im Elsass mit einem Gesetz aus dem Jahr 1878 zur Regelung der Aufzucht, die jeden Besitzer (mit einer Geldstrafe von 1 bis 100 Mark) bestrafte, der Kühe von anderen Bullen decken ließ, als von jenen, die durch ein offizielles Gremium, bestehend aus 2 vom Minister ernannten Mitgliedern und durch den Bezirkstierarzt gebilligt worden waren. Diese Gremien verlangten Tiere mit geeigneten Merkmalen und angemessenem Körperbau, aber sie forderten außerdem, dass sie zu jener Rasse gehörten, die am besten zur Region passte (mit Flecken für die vogesische Ebene und das Vogesenrind für das Gebirge). Dieses Gesetz war im Jahre 1930 noch gültig.
Diese Praxis gewährleistete die Selektion der Männchen und verhinderte die Kreuzungen zwischen Rassen. Sie erbrachte seinerzeit im Elsass zufriedenstellende Ergebnisse, da die Qualität des elsässischen Viehs im Allgemeinen höher war, als jene der Tiere des lothringischen Hanges.
Auf der Seite des Elsass ermöglichte eine weitere Initiative die Verbesserung der Rasse: die Einführung kommunaler Bullen, denn die Anzahl der Bullen war in einigen Gemeinden und generell im Elsass unzureichend. Diese Maßnahme trug nicht nur dazu beigetragen, eine angemessene Anzahl an Bullen, sondern auch deren gute Verfassung aufrechtzuerhalten, da ihre Unterhaltungsbedingungen geregelt wurden.

Jedoch setzte sich die Abkehr vom vogesischen Vieh, die in den Hohen Vogesen begonnen hatte, trotz dieser Initiativen schrittweise fort.
In Vôge und in mittleren Höhenlagen stellten die Landwirte keinen Käse her, sondern bauten Getreide an und züchteten Vogesenrinder für die Fleischproduktion. Allerdings konnten Sie gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Comtois-Tiere großziehen, die größer waren, da das Futter, dank der auf dem Gebiet der Düngung erzielten Fortschritte, nun ergiebiger war. Sie gaben das Vogesenrind auf, zumal diejenigen Tiere, die in der Region existierten, zu den kleinsten der Rasse zählten.



Das 20. Jahrhundert: Eine Aufeinanderfolge harter Schläge für das Vogesenrind


Von 1900 bis 1914: Die Erfolgsperiode der Rasse

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, genauer gesagt im Jahr 1914, erlebte das Vogesenrind mit einem Bestand von nahezu 125.000 Exemplaren seine Glanzzeit. Es bevölkerte folglich den größten Teil der Vogesen, ging sogar noch darüber hinaus. Diese Situation ist auf die Verteuerung des Viehs zurückzuführen, die den Austausch der Tiere sehr aufwändig machte. Die Züchter begannen nun wieder, mithilfe derselben Praktiken wie im vorangegangenen Jahrhundert, Vogesenrinder aufzuziehen, und zwar weil der Gebrauch von Düngemitteln in diesem Gebiet noch sehr begrenzt war. Dafür mussten die Züchter das alte Vieh im Elsass oder in bestimmten entlegenen Zonen der Vogesen suchen, um es nach traditionellen Methoden nutzen zu können.

Zwischen 1898 und 1920 wurden diese Praktiken im lothringischen Teil stark gefördert. Im elsässischen Teil bekämpften die Behörden ab 1878 die Einfuhr ausländischer Rinder dank einem Gesetz, das die Überwachung der männlichen Zuchttiere organisierte.

seul Diese Rasse wurde von den Züchtern aufgrund ihrer Robustheit, ihrer Witterungsbeständigkeit und ihrer Fähigkeit geschätzt, ihr Wachstum stoppen zu können, wenn die Nahrung nicht ihren Anforderungen entsprach, was aus ihr eine Rasse machte, die besonders gut an die rauen Bedingungen der Hohen Vogesen angepasst war. Sie war eine gute Milchkuh, ertrug es, angeschirrt zu werden und war begehrt aufgrund ihrer Widerstandsfähigkeit und der Sicherheit ihres Fußes.

Im Elsass war der Verband von Kienthal (Münstertal), gegründet im Jahre 1912, der erste Verband für die Aufzucht der Rasse Vogesenrind unmittelbar gefolgt von jenem von Saint Amarin im Jahre 1913.

In den Vogesen wurde 1913 der erste Verband für die Rinderrasse gegründet. Diese Verbände bildeten die Grundlage einer Föderation der Departements, die durch die Behörden finanziert wurde. Diese Finanzierung sollte die schnelle Entwicklung der unter ihre Kontrolle gestellten Vereine ermöglichen, als plötzlich im Jahr 1914 der 1. Weltkrieg begann.



Erster Weltkrieg; der erste harte Schlag

Das Unheil der beiden Weltkonflikte hatte einen erheblichen Verlust des Viehbestands zur Folge, die mit den vom Besatzer angeordneten Beschlagnahmungen aufgrund der „Kriegsbeteiligung“ zusammenhingen.

Vor 1914 war die Rasse der vogesischen Zuchttiere in den Hochtälern der Vogesen aufgrund der Isolation der Bauernhöfe so rein wie möglich geblieben.

Der Erste Weltkrieg verursachte hier großen Schaden, zumal 4 Jahre lang im Zuchtgebiet des Massivs gekämpft wurde. Dieses Gebiet befand sich auf beiden Seiten der Front. In bestimmten lothringischen Bezirken war das Vogesenrind fast verschwunden. Auf der elsässischen Seite wurden die vogesischen Rinder von den deutschen Truppen beschlagnahmt. Jedoch schritt Zündel, Bezirkstierarzt in Elsass-Lothringen, ein, damit die Deutschen die hochwertigen Tiere verschonten. Es ist ihm zu verdanken sowie den Einwohnern, die die Tiere versteckten, dass der Viehbestand nach dem Krieg wiederhergestellt werden konnte.

Im Jahre 1922, nach der Wiederherstellung der dringlichsten wirtschaftlichen Organisationen, kam der gewerkschaftliche Elan (Zuchtverbände) auf beiden Seiten der Vogesen mit neuem Eifer zurück und zahlreiche neue Verbände organisierten sich.

Mit dem Ziel, die Zuchtgemeinschaften zu ermutigen, entschied die östliche Bezirksdirektion im Jahre 1926, Wanderwettbewerbe zwischen den in allen betroffenen Departements existierenden Vereinen zu organisieren.



Die 1930er Jahre, das Vogesenrind leckt seine Wunden

Das Zuchtbuch der Rasse wurde im Jahre 1928 geöffnet. Am Anfang berücksichtigten die Zuchtbücher nur eine Fellfarbe für das Vogesenrind: schwarz-gescheckt. Das Herd-Book der Rasse Vogesenrind war eine unabhängige Organisation. Es gab 3 verschiedene Anmelderegister:

    • Das Zuchtbuch: die Tiere wurden hier nach Prüfung registriert, wobei die Reinheit der Rasse, der Körperbau und die Abstammung einbezogen wurden.
    • Das Buch des Jungviehs: Eintragung aller Jungtiere, die von im Zuchtbuch registrierten Eltern geboren wurden
    • Das Elitebuch für die Milchproduktion: hier wurden die Tiere eingetragen, die schon im Zuchtbuch registriert waren und die nach Prüfung besonders bemerkenswerte Eignungen zeigten.

Das Vogesenrind, bei dessen Rasse die Milchproduktion Tradition hat, wurde schon sehr früh auf diese ausgerichtet.
Bis 1930 hatte diese Rasse keine genetische Verbesserung erfahren (Quelle Nr.  „Die vogesische Rinderrasse“).

Im Jahre 1930 gab es in jeder Mikroregion der Vogesen eine andere vogesische Kuhart, das heißt, dass das Fell, das Temperament und die gedrungene Körperform identisch waren, Größe und Gestalt jedoch unterschiedlich.

In diesen Regionen waren die Eigenschaften und die Produktivität des Vogesenrinds uneinheitlich: in bestimmten vogesischen Tälern fand man stämmige und untersetzte Arten mit einer besseren Milchproduktion als bei den „kleinen, schmalen, glatten, ausgezehrten Tieren mit abfallendem Rücken, sehr schmalen Hüften und spitzzulaufender Hinterbacke“ , die die vogesische Rasse 40 Jahre zuvor in Verruf gebracht und dafür gesorgt hatten, dass man sich in einigen Teilen der Vogesen von ihr abgekehrt hatte.

Im Jahr 1930 war die Mehrheit der Tiere der Rasse des Vogesenrinds, die als unproduktiv angesehen worden war, eliminiert worden, während jedoch keine genetische Verbesserung bei den übrig gebliebenen Tieren gemacht wurde. Eine „Erneuerung“ der Rasse fand in den 1930er Jahren mit dem Ziel statt, die Rasse Vogesenrind wieder neu anzusiedeln und diese Rasse zu verändern.

In den 1930er Jahren ging der Trend in vielen Teilen der Hohen Vogesen zurück zur Rasse des Vogesenrinds.



Nach dem Zweiten Weltkrieg, Schicksalsschlag für das Vogesenrind

Zahlreiche Entscheidungen im Anschluss an den Wiederaufbau des Landes ließen einen Großteil der Rasse verschwinden, weil die Verwaltung im Bemühen um eine Vereinfachung der Zuchtschemata beschloss, sie aus dem offiziellen Katalog der französischen Rassen zu streichen. Das französische Landwirtschaftsministerium begann, sich über die Anzahl der Rassen in Frankreich Gedanken zu machen, die für zu hoch gehalten wurde. Die „Quittet-Politik“ setzte sich nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1947 durch und äußerte sich in zwingenden Maßgaben und Maßnahmen gegenüber den betrachteten Rassen, wie: ohne Interesse, Präsentationsverbot in den Wettbewerben, Verbot der künstlichen Besamung bei reiner Rasse, Abschaffung der Subventionen…. Diese Wahl hatte leider zur Folge, dass das Vogesenrind um die Fortschritte einer neuen Reproduktionstechnologie, nämlich der künstlichen Besamung und Durchführung von Testprogrammen zur Qualifizierung der künftigen Zuchttiere, beraubt wurde.

Zur gleichen Zeit verpflichtete die Umsetzung der großen Prophylaxen (Tuberkulose, Brucellose, Maul- und Klauenseuche…) die Züchter oft, aufgrund der mangelnden Verfügbarkeit von Zuchttieren auf dem Markt, ihre durch Rinder einer verbesserten Rasse eliminierten Tiere zu ersetzen. Ein neuer harter Schlag für das Vogesenrind.

Der Bestand wurde auf ungefähr 75.000 Kühe im Jahre 1914, 35.000 Kühe im Jahr 1936 und 10.000 im Jahr 1949 geschätzt. Der Niedergang spitzte sich nur noch weiter zu, um Mitte der 1970er Jahre die Talsohle zu erreichen (3.000 Exemplare im Jahre 1977). Im Jahr 1971 wurde Blut der norwegischen Telemark-Rasse eingeführt.

Bis in die 1960er Jahre konnte man verschiedene Varietäten von Vogesenrindern erkennen, wobei die charakteristischsten jene aus dem Tal der Bruche waren, mit geradlinigem Profil, klein, wenig muskulös, mit flachem und schmalen Becken sowie jene aus dem Münstertal, mit leicht konvexem Profil, schwerer, muskulöser, mit einem stämmigen Kreuz, einem breiteren Becken und einem Schwanz zum Schlagen.



Seit 1975 kommt das Vogesenrind wieder zu Kräften

Im Jahr 1965 war die Rasse des Vogesenrinds in einem kritischen Zustand: nur 37 Kühe blieben übrig, die durch die Milchkontrolle im Departement der Vogesen geprüft wurden, 87 im Departement Haut Rhin und 55 im Departement Bas Rhin.
Ende der 1970er Jahre verfügte die Rasse über ein Herd-Book und ein paar Bauern in Münster praktizierten die landwirtschaftliche Weiterverarbeitung der Milch.
Ein Belebungsplan wurde 1977 von einer Gruppe von Züchtern aufgestellt, der vom Präsidenten des Herd-Book sowie von einem Techniker der Einrichtung des Departements zur Aufzucht, (Etablissement Départemental de l’Elevage, EDE) von Haut-Rhin geleitet wurde.
Zu diesem Zeitpunkt setzten nicht nur der Staat, sondern auch die Gemeinden finanzielle Mittel frei (insbesondere die Regionen Elsass und Lothringen), um diese Rasse zu retten.
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Eine Zählung der Tiere wurde durchgeführt und 13 Familien wurden in der Population zum Erhalt der genetischen Variabilität bezeichnet. 12 dieser Familien sind heute noch vorhanden. Das Hilfsmittel der künstlichen Insemination (Insémination Artificielle, IA) wurde benutzt, um die Paarungen besser auszurichten.
Der Belebungsplan wurde angesichts des Bestandsrückgangs aufgestellt. Die genetische Verwaltung stützt sich auf ein Familiensystem, das seitdem aufrechterhalten wurde. Das vogesische Herd-Book (HBV) verfügte ebenfalls von Anfang an über die Unterstützung der lokalen Instanzen (Mitarbeiter der EDE, der Genossenschaft für künstliche Insemination).
Die Skala der Familien wird nach wie vor benutzt und auf den neuesten Stand gebracht, da die Aufrechterhaltung der Variabilität die Priorität bleibt. Dennoch ist es möglich, da ja die Variabilität von den an der Verwaltung Beteiligten als ausreichend erachtet wird und da es mehr Bullen gibt als früher, gezielte korrektive Paarungen im Hinblick auf die Aspekte Zucht und Morphologie durchzuführen.
Ein Genetikausschuss bestehend aus Züchtern der Departements Vogesen, Haute-Saône, Bas-Rhin und Haut Rhin wurde gegründet. Die ersten durch diesen Ausschuss betrachteten Kriterien betreffen die genetische Variabilität und die Leistungen aufgrund der Milchkontrolle.
Jedes Jahr werden 2 oder 3 männliche Kälber gekauft, die aus bewussten Paarungen stammen, um sie in der Aufzuchtstation Alsace Génétique einzusetzen.
Wenn die Verwaltung der genetischen Variabilität vorrangig bleibt und die zu Beginn des Belebungsprogramms herangezogenen Familien quasi alle aufrechterhalten werden, so wird eine Selektion bezüglich der Milchproduktion nebst einer Selektion der zur Insemination bestimmten Bullen vorgenommen.


         
         
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